Mythen zur Existenzgründung – Teil 3

Nachdem wir uns bereits in Teil 1 und Teil 2 ausgiebig mit den verschiedensten Mythen und Gerüchten zur Existenzgründung beschäftigt hatten, folgt hier Teil 3.

Alle bekommen immer Zuschüsse, ich will auch!

Finanzielle Unterstützung und Fördermittel sind gut und teilweise auch absolut notwendig. Doch darf man dabei nicht vergessen, dass diese oftmals an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Das Geld muss meist nach einer gewissen Frist mit Zinsen zurückgezahlt werden, wodurch auch bestimmte Umsatzziele erreicht werden müssen.

Zuschüsse müssen zwar nicht zurückgezahlt werden, jedoch sind auch diese an Bedingungen geknüpft, die nicht jedes Unternehmen erfüllen kann. Aus diesem Grund ist die Pauschalisierung „alle würden immer Zuschüsse erhalten“ schlicht nicht richtig. Welche Art der finanziellen Unterstützung für Sie in Frage käme, erarbeiten wir mit Ihnen in der Beratung. Am Wichtigsten ist jedoch die gute Finanzplanung, die kontinuierlich stattfinden sollte. Ohne eine vernüftige Finanzplanung sind Schwierigkeiten absehbar.

Ohne Steuerberater geht es nicht

Grundsätzlich ist es sicher nicht verkehrt, einen Steuerberater zu haben. Zumal eine einfache Steuererklärung über den Steuerberater nicht teuer sein muss. Aber auch wenn man das Thema Steuern und Finanzen am Liebsten von sich schieben würde, wer erfolgreich ein Unternehmen führen will, sollte sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Zum einen gibt es umfangreiche Literatur zu dem Thema, zum anderen kann man sich bei Fragen auch immer an das Finanzamt selbst wenden. Aber auch die IHK kann einem weiterhelfen und auch ein Gründungsberater kennt sich mit Steuern und Finanzen aus. Selbst wenn man seine Steuererklärung nicht selbst schreiben möchte, ist ein umfassender Überblick in dieser Thematik durchaus hilfreich. Wer also genug Zeit erübrigen kann und sich auskennt, kann natürlich ohne Steuerberater auskommen. Empfehlen würden wir das allerdings nicht unbedingt.

Selbständigkeit bedeutet Arbeiten rund um die Uhr

Gerade in den Anfängen trifft das sicher irgendwie zu, zumal man sich selbst in seiner freien Zeit wohl nie ganz gedanklich von seiner Arbeit lösen kann. Außerdem hat man oft noch nicht die finanziellen Mittel, um sich ausreichend tatkräftige Unterstützung leisten zu können. Dennoch sollte das Ziel sein, sich so aufzustellen, dass man sich Mitarbeiter leisten kann, die einen entlasten. Denkbar wäre auch das outsourcen bestimmter Arbeiten, um sich dadurch mehr Freiräume zu schaffen.

Dies ist umso wichtiger, wenn man bedenkt, dass mittlerweile auch Freizeit oft in Stress ausartet. Lernt man dann nicht, sich auch mal frei zu machen von der Arbeit, ist der Burnout vorprogrammiert. Wir erleben hier immer wieder Kunden, die an ihr Limit geraten. Doch es gibt Wege raus aus dem Stress. Wie man diese arbeitstechnisch am Besten umsetzt und sich Kapazitäten schafft, ergibt sich oft auch in einer Beratung. Schließlich soll Selbständigkeit nicht gleichbedeutend sein mit Arbeit rund um die Uhr, sondern vor allem mehr Unabhängigkeit und eben auch mehr Lebensqualität bringen.

Mythen Existenzgründung: Arbeit rund um die Uhr

Social Media Marketing ist notwendig / Jedes Unternehmen braucht einen Blog

Viele würden jetzt vermutlich behaupten, dass man darüber streiten könnte. Ich sehe das anders. Meines Erachtens nach gibt es nichts, worüber man diesbezüglich diskutieren sollte. Ein Großteil der Bevölkerung ist mittlerweile im Internet unterwegs und viele davon sind regelrecht Internet-affin. Die erste Anlaufstelle, wenn ich heutzutage nach einem Unternehmen suche, ist definitiv nicht mehr das Branchenbuch, sondern das Internet. Umso wichtiger ist die Präsenz von Unternehmen im World Wide Web. Social Media Marketing ist demnach unumgänglich.

Diskutieren könnte man höchstens über das Ausmaß des Marketings. Ob man unbedingt einen Blog benötigt, tatsächlich alle Social Media Kanäle bedient, usw. das hängt auch immer davon ab, wieviel Zeit und Geld man dafür erübrigen kann. Denn Social Media Marketing ist zeitintensiv. Vor allem kleinere Unternehmen sollten sich deshalb eher auf die grundsätzlichen Einträge wie Google Maps, Facebook, etc. beschränken. Ansonsten kann man sich sehr schnell verzetteln. Am Wichtigsten ist und bleibt jedoch immer die Kommunikation mit Kunden und Partnern, das Netzwerken an sich. Und das muss nicht zwingend über Social Media stattfinden, kann aber davon flankiert werden.

Wer mehr zum Social Media Marketing erfahren möchte, sollte sich auch unsere anderen Artikel dazu ansehen: Social Media Marketing – was ist das? und Social Media Marketing sinnvoll einsetzen.

… to be continued…

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