Mythen zur Existenzgründung – Teil 4

Mit Teil 4 der Mythen zur Existenzgründung beenden wir unsere Reihe. Wer mehr lesen möchte, findet unten die Links zur den anderen drei Teilen.

Eistenzgründung: krank sein

Als Selbständiger darf man nicht krank werden

Ob diese Aussage zutrifft hängt tatsächlich auch immer vom Geschäftsmodell ab. Denn es gibt auch durchaus die Möglichkeit, ohne aktive Arbeit über eine gewisse Zeit Geld zu verdienen – z.B. wenn man durch Werbung auf der eigenen Website Geld verdient.

Oftmals erlaubt man sich als Selbständiger jedoch das krank werden gar nicht und arbeitet auch bei Erkältung und Co. weiter. Dies gilt vor allem für die Bereiche, in denen der Selbständige davon abhängig ist, mit der eigenen Arbeitskraft Geld zu verdienen. Umso wichtiger ist es, sein Geschäft so aufzubauen, dass man auf Dauer nicht nur Eigenleistung erbringen muss, um es am Laufen zu halten. Dies kann in Form von Mitarbeitern geschehen, aber auch durch Ideen, die im Grunde selbsttragend sind.

Da wir immer wieder Gründer sehen, die gesundheitlich bereits recht angeschlagen scheinen, sollte man auf jeden Fall gewisse Vorkehrungen treffen und z.B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Denn selbst wenn man auf sich achtet, kann es doch vorkommen, dass einen ein Unfall oder eine schwere Krankheit ereilt. Dies sollte bei den Planungen immer berücksichtigt werden.

Altersvorsorge bei Selbständigkeit

Altersvorsorge brauch ich nicht

Tatsächlich ist es heutzutage nicht immer sicher, ob man im Rentenalter genug Lebensunterhalt aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhält. Auch in Bezug auf die private Altersvorsorge haben immer mehr Selbständige Bedenken.

Doch das Thema darf man definitiv nicht ausklammern. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es nicht mehr geht oder man vielleicht auch schlicht nicht mehr möchte. Dann sollte bis dahin genug Geld angespart sein, um damit vernünftig in Rente gehen zu können. Und dies schafft man vor allem, wenn man frühzeitig anfängt sich um seine Altersvorsorge zu kümmern.

Boss und Selbständigkeit

Einmal selbständig, immer selbständig

Diese Aussage hört man immer wieder. Oftmals steckt dahinter die Angst, dass potentielle neue Arbeitgeber die Selbständigkeit negativ auslegen könnten. Diese Angst wird umso größer, wenn man mit seiner Selbständigkeit gescheitert sein sollte und deshalb wieder auf Jobsuche geht. Ebenso scheint es für viele Selbständige problematisch zu sein, sich nach längerer Selbständigkeit wieder jemand anderem „unterordnen“ zu müssen.

Doch grundsätzlich ist die Theorie, dass man für immer und drei Tage selbständig bleiben muss, natürlich nicht richtig. Es gibt Arbeitgeber, die wissen es sogar zu schätzen, dass man durch seine Selbständigkeit aktiv und auch risikobereit war. Außerdem gewinnt man als Selbständiger durchaus jede Menge an Erfahrungen hinzu, die über die fachliche Qualifikation hinausgehen.

Auch wenn es für manch einen unter Umständen schwierig werden könnte, dennoch ist es natürlich möglich, der Selbständigkeit den Rücken zu kehren und wieder in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln.


Noch mehr Mythen und Gerüchte rund um das Thema Gründung gibt es hier:

Hier geht es zu den Mythen zur Existenzgründung – Teil 1

Teil 2 der Mythen zur Existenzgründung

Mythen zur Existenzgründung – Teil 3

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